Erster Wettkampf seit 651 Tagen, Schweizermeisterschaften in Murgenthal

Am vergangenen Wochenende fanden in Murgenthal die Schweizermeisterschaften der Pontoniere statt. 651 Tage waren seit dem letzten Wettkampf vergangen. Die starken Regenfälle und die Lockerungen der Corona-Massnahmen haben die Organisatoren bis zum Wettkampfstart gefordert. Hoch motiviert gingen die Mellingen Pontoniere an den Start, doch die Ambitionen wurden schnell gedämpft.

Ab Mittwoch haben sowohl Bundesrat Berset sowie Petrus die Murgenthaler Pontoniere stark gefordert. Einerseits gab es Lockerungen der Corona-Massnahmen, weshalb das Schutzkonzept kurzfristig angepasst wurde. Andererseits liess Petrus so viel Regen fallen, dass mit dem Hochwasser ganze Übungselemente davon geschwommen waren und der geplante Wettkampfparcours nicht mit dem hohen Wasserstand zu befahren war. Doch das alles konnten die Organisatoren souverän meistern und boten den zahlreichen Pontonieren einen spannenden und anspruchsvollen Wettkampf.

Trotz den Lockerungen im Schutzkonzept war es den Wettkämpfern nach wie vor nicht möglich, den Parcours zu inspizieren. So mussten sie vom Start den Bach runter schauen, wie die anderen Wettkämpfer den Parcours bewältigten. Aufgrund der langen Distanzen war es nicht einfach, die optimale Route zu definieren und die Herausforderungen zu erkennen. Kurz vor den Mellinger starteten die Sektion Bremgarten, auch ihnen gelangen keine perfekten Fahrten. Entsprechend verunsichert gingen die Mellinger an den Start.

Die hohen Wasserständen tolerierten keine Fahrfehler und forderten volle Konzentration.

Bereits nach dem ersten Teilabschnitt, war der Wettkampf für das Team Jakob Felix / Häni Remo gelaufen. Nach einer beinahe Kollision kollidierten sich danach die Durchfahrt so unglücklich, dass sie ihre Kranzambitionen abschreiben mussten. Es war ihr letztes Jahr in der Kat. C, welches sie gerne mit einem Kranz an der Schweizermeisterschaften abgeschossen hätten. Sämtliche Wettkampfelemente waren mit dem hohen Wasserstand eine Herausforderung. Jeder Fehler rächte sich umgehend und man konnte beim entsprechenden Wettkampfelement die Punkte abschreiben. So erging es den meisten Wettkämpfern. Erschöpft und trotzdem zufrieden, weil nach dieser langen Zeit wieder ein Wettkampf bestritten konnte, kamen die Mellinger Pontoniere am Ziel an. Auch den Jüngsten Graf Florian und Seitz Rafael mussten Lehrgeld zahlen. Der Parcours hatte sie stark gefordert und so kamen sie bezüglich Leistung klar unter ihren persönlichen Erwartungen am Ziel an.

Das Rangverlesen bot dann doch Überraschungen. Neben dem Fahrchef Marcel Keusch mit seinem Partner Michael Höhn, gewannen in der Kat. Frauen Melanie Schlögl und Jasmin Schmid (aus dem Stammverein Baden) einen Kranz für Mellingen. Somit hat sich der Fahrchef seine Erwartungen selbst erfüllt.



Bildlegende:
Michael Höhn (hinten) und Keusch Marcel kurz vor dem Start zum Wettkampf.



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2021-06-27 23:11:02