Der Verein

Der Pontonierfahrverein Mellingen wurde am 16. April 1921 gegründet und besteht heute aus rund 25 Aktivmitgliedern, ca. 20 Jungfahrern und 10 Veteranen und ganz vielen Passivmitgliedern.

42 Vereine sind im Schweizerischen Pontonier Sportverband zusammengeschlossen. Hauptsächlich sind die Vereine an Rhein, Aare und Reuss beheimatet. Ableger sind auch an der Linth und an der Rhone zu finden.

In der Gemeinde Mellingen ist der Verein sehr aktiv. So organisieren die Pontoniere seit 1993 jeweils Ende August das traditionelle Fischessen beim Depot. Den Jugendlichen wird eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit Spiel, Spass und Abenteuer auf der Reuss und in der freien Natur angeboten.

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Der Sport

Das französische Wort „Ponton“ findet seinen Ursprung im lateinischen Wort „ponto“ zu „pons“: Brücke (lt. Duden). Ein Ponton ist einem breiten, flachen Kahn ähnlich, ein offener oder geschlossener Hohlkörper zum Bau von (befehlsmässigen) Brücken oder Ähnlichem (lt. Duden). Heute verwenden die Pontoniere für ihre Wasserfahrten sogenannte Übersetzboote oder Weidlinge. Ein Weidling ist ein kleines Schiff aus Holz oder Kunststoff, hinten und vorne im Spitz auslaufend sowie schmaler und handlicher als das Übersetzboot.

Das Wasserfahren wird heute als Sport betrieben, wobei jeweils zwei Wettkämpfer einen Fahrtrupp bilden. Steuermann und Vorderfahrer bilden ein Team mit dem Ziel, das Schiff auf optimale Weise auf dem Wasser fortzubewegen und an den richtigen Ort hinzuführen. Dabei wird nicht nur Kraft verlangt, sondern auch Geschicklichkeit und genaue Kenntnisse des Wassers, welche nur durch jahrelanges Üben in höchster Präzision erworben werden können. Der Pontoniersport kann über Jahrzehnte ausgeübt werden, denn auch mit vierzig Jahren gehört man noch nicht zum alten Eisen. Jung und Alt bilden zusammen die Grundlage für die sprichwörtliche Pontonierkameradschaft.

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Der Zweck des Vereins

Der Pontonierfahrverein pflegt und fördert das Wasserfahren als Sportart auf fliessenden Gewässern. Wir wollen junge Leute für diesen Sport gewinnen, entsprechend ausbilden, damit die Zukunft dieser Sportart sichergestellt ist.

Dabei hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, die körperliche Ertüchtigung für alle Vereinsmitglieder zu ermöglichen und dass die Bedingungen gebeben sind, damit gute Kameradschaft gepflegt werden kann. Selbstverständlich messen sich die Mitglieder an Wettkämpfen mit anderen Pontoniersportvereinen. Bei Hochwasserkatastrophen bietet der Verein den Behörden seine Hilfe an. Den Jungfahrern werden Vorkenntnisse für den späteren Militärdienst vermittelt.